Bärendelle
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  • Chronik seit der Bürgerinitiative Bärendelle

    • 22.07.2013: In der Nacht vom 21. auf den 22.07.2013 wurde das ehemalige Schulgebäude von Essener Kulturschaffenden besetzt. Sie nannten sich „Plenum Bärendelle“.
      Im Laufe des Vormittags versammelten sich viele Menschen im Park vor der Schule, die sich mit den Besetzern solidarisierten – darunter waren auch viele Anwohner der Bärendelle.
    • 24.07.2013: In den frühen Morgenstunden des 24.07. 2013 erfolgte die Räumung des Gebäudes mit einem großen Polizeiaufgebot und einem Räumpanzer. Es wurde 37 Besetzer aus dem Gebäude getragen. Die Besetzer bekamen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch.
      Die Stadt ließ das Schulhaus unter anderem mir der Begründung so schnell räumen, dass das Gebäude einsturzgefährdet sei. Ein weiteres Argument war die angeblich mangelnde Gesprächbereitschaft des „Plenums Bärendelle“.
      Am Abend fand noch eine Solidaritätsdemo statt.
    • 01.08.2013: Übergabe eines offenen Briefes an den Oberbürgermeister Reinhard Pass mit 180 Unterschriften (weitere folgten später). Der OB hatte persönlich keine Zeit, sondern ließ die Abordnung der Anwohner und Nachbar von einem Untergebenen quasi zwischen Tür und Angel abfertigen.
    • 03.08.2013: Tanzdemo in Frohnhausen. Viele Menschen bekunden ihre Solidarität mit den Besetzer, deren Ziele und die Nötigkeit von Freiräumen in der städtischen Gesellschaft.
    • 07.08.2013: Gründung der Bürgerinitiative Bärendelle (BIB).
      Bei den täglichen Treffen im Park vor der Schule wird vielen Menschen klar, dass sie auch weiterhin auf das zukünftige Schicksal und eine mögliche Nutzung des Hauses Einfluss nehmen wollen.
    • 19.08.2013: Die Stadt ließ durch die „Neue Arbeit“ des Diakoniewerkes Essen die Schule „ausrauben“. Die Türen der historischen Einbauschränke in den Klassenzimmern wurden entfernt – ferner wurde die Einrichtung des Chemiesaales, der Lehrküchen in die Müllverbrennungsanlage entsorgt. Untertischgeräte, Lampen, Lüftungsgitter, Teile der Brandschutzanlage wurden ebenfalls ausgebaut und fort geschafft. Es gelang BIB Mitgliedern aussage kräftige Fotos von dieser Aktion zu machen.
      Die BIB protestierte auf das heftigste gegen diese Maßnahmen.
    • 19.08.2013: Mit einer Mahnwache am Schulhaus protestierte die BIB gegen den „Vandalismus“ seitens der Stadt.
    • 26.08.2013: Die BIB bekommt eine Antwort auf ihren offenen Brief vom 01.08.2013. Im Hauptteil des Antwortschreibens beschäftigt sich der OB mit der Besetzung des Hauses und deren Verwerflichkeit. Des Weiteren bedauerte er die Konzeptlosigkeit der Stadt bezüglich der sinnvollen weiteren Nutzung des Hauses, schloss aber eine Nutzung als Jugendzentrum gänzlich aus. Schlussendlich forderte er die ehemaligen Besetzer und Anwohner der Bärendelle auf in einen Dialog mit der Stadtverwaltung zu treten.
      In unserem Antwortschreiben verdeutlichten wir, dass wir die Gespräche mit der Verwaltung nicht für sinnvoll hielten, sondern wir mit den politisch Verantwortlichen reden müssten, da die Politik Entscheidungsträger sei und nicht die Verwaltung als ausführendes Organ.
    • 06.09.2013: Die BIB wurde durch die Stadtverwaltung zu einem Gespräch eingeladen. Die erschienen Presse wurde des Raumes verwiesen. Ebenso wurde versucht Mitglieder der BV III hinaus zu komplimentieren.
      Fazit des Gespräches war:
      Die Vertreter der Stadtverwaltung machten deutlich, dass die Stadt das Haus in erster Linie verkaufen möchte. Bei einem geeigneten Investor (damalig gab es angeblich 3), der Auflagen zu erfüllen hätte, hätte die Veräußerung des Gebäudes Verkauf Vorrang. (Ohne die Auflagen zu konkretisieren.)
      Sollten diese Verhandlungen scheitern würde das Gebäude automatische öffentlich ausgeschrieben.
      Die Verwaltung wollte in Erfahrung bringen, ob die BIB schon eine Konzeption für ein soziokulturelles Zentrum habe.
      Bei der Frage nach der sozialen und politischen Verantwortung für Frohnhausen und den Standort Bärendelle wurde die Bürgerinitiative auf die politischen Entscheidungsträger, also an den Rat der Stadt Essen, verwiesen.
    • 07.09.2013: Das Nachbarschaftsfest an diesem Tag war sehr erfolgreich. Mit über 600 Besuchern wurde deutlich wie sehr die Menschen in der Nachbarschaft an dem Thema interessiert sind.
    • 17.09.2013: An diesem Abend versammelten sich über 100 interessierte Bürger_innen in der Apostelkirche an der Mülheimer Straße. Im Laufe des Abends stellte die BIB ein mögliches Konzept für ein soziokulturelles Zentrum in der Bärendelle vor.
    • 20.09.2013 In Altendorf wird vom OB Pass die Brücke über den Niederfeldsee eingeweiht und Öffentlichkeit übergeben. BIB Aktivisten Platzierten sich mit einem Transparent so, dass sie von den Stadtoberen nicht übersehen werden konnten.
    • 02.11.2013: Die BIB lud zum Lichterfest in die Bärendelle ein. Bei nasskalter Witterung kamen viele Menschen in den Park, um sich bei Reibekuchen und Heißgetränken über den Fortschritt unserer Bewegung zu informieren.
    • 06.11.2013: Nach dem der neue Verwaltungsbeauftragte für den Essener Westen installiert worden war, wurde zum ersten „Runden Tisch“ eingeladen. Entgegen des Wunsches der BIB wurden statt aller Interessierten lediglich Vertreter der BV III und BIB eingeladen.
      Eine Sanierung des Schulhauses für Schulzwecke läge bei 6-7 Mio. Euro, für eine Büronutzung seien die Räume zu groß bzw. ungeeignet.
      Eine soziokulturelle Nutzung sei nicht finanzierbar, aktuell auch wegen Haushaltssperre nicht machbar (Knüppel aus den Sack!).
      Drei Interessenten (Cepheus Verwaltungs GmbH [CVG], A. Brost-Stiftung [ABS] und eine Wohnungsgesellschaft) sollten bis Ende November 2013 ihre Konzepte vorlegen. Deutlich wurde darauf hingewiesen, dass die ABS als Investor und nicht als fördernde Stiftung auftrete. Die Stiftung hatte bereits verkündet, wie hoch die Mieten sein würden: für Wohnraum 8,50 € pro m², für andere Nutzungen 10 Euro pro m².
      Die BIB würde als möglicher Miete natürlich auch in betracht kommen.
      Eine Vertreterin der Grünen sagte zu den von der BIB als hoch eingestuften Mietvorstellungen, dass ja nicht nur Geringverdiener in Frohnhausen wohnen müssten. Es könnte da ja auch eine Mischung geben wie am Niederfeldsee.
      – Da hat es ja auch geklappt, mittelfristig höhere Mieten zu erreichen!
    • 02.12.2013: Bei dem monatlichen stattfindenden öffentlichen Treffen der BIB wurde eine Satzung für die BIB verabschiedet. Ebenso wurde ein sechsköpfiger untereinander gleichberechtigter Vorstand gewählt.
    • 05.12.2013: Unter hohen Auflagen, unter anderem einem Fotogafierverbot dürfen 10 BIB Mitglieder das Schulhaus an der Bärendelle besichtigen. Mit unseren Taschenlampen „bewaffnet“ wurden wir von drei Stadtbediensteten ins Gebäude eingelassen. Unsere Gruppe wurde von einem Bausachverständigen der Mietergemeinschaft Essen begleitet, der ein fachmännisches Auge auf die Gegebenheiten werfen sollte und konnte. Wir durften alle Räume im Parterre und der ersten Etage besichtigen – untersagt wurde uns das 2. Obergeschoss zu betreten (es sei ja einsturzgefährdet).
      In keinem der Klassenräume der 1. Etage konnten wir Wasserflecken an den Decken entdecken. Lediglich im ehemaligen Kartenraum gab es eine feuchte Stelle, die durch von oben eindringendes Wasser hervorgerufen wurde. Die “Verwüstungen“ durch Ausraubung im vergangen Herbst waren in den von uns besichtigten Teilen des Hauses nicht zu übersehen.
    • 02.02.2014: Die Anneliese-Brost-Stiftung steigt aufgrund zu hoher Risiken aus dem Projekt Bärendelle aus. Die Stiftung bezifferte selbst den Investitionsbedarf auf ca. 16 Mio. Euro.
    • 03.02.2014: Die Ergebnisse bzw. Nichtergebnisse der Besichtigung und die Verschleierungstaktik bzgl. der tatsächlichen Schäden in Obergeschossen bewog die BIB dazu sich schriftlich an die Staatsanwaltschaft Essen zu wenden.
      Wir baten um eine Prüfung, ob und in wie weit die Stadt Essen als Eigentümerin des denkmalgeschützten Schulhauses ihrer Sorgfaltpflicht nicht nachgekommen ist und ob dies strafrechtliche Konsequenzen habe.
      Dieses Schreiben wurde mit 149 Unterstützerunterschriften bei der Essener Staatsanwaltschaft eingereicht.
      Auf die Briefaktion reagierte die Stadtverwaltung empört, so dass sie ihre Teilnahme an dem 2. Runden Tisch absagten. Man war im Rathaus ein wenig verschnupft.
    • 08.02.2014: BIB – Mitglieder nehmen an der Trauerfeier für das im Abriss befindliche ehemalige Jugendzentrum an der Papestraße teil.
    • 22.03.2014: Der WDR dreht in den Tagen vor der Ausstrahlung einen Beitrag rund um die Bärendelle, von der Besetzung und unserem Kampf für ein soziokulturelles Zentrum. Der Bezirksbürgermeister Persch wurde dazu in das Studio der Lokalzeit Ruhr eingeladen.
    • 22.03.2014: Die BIB nahm an der Demonstration des Essener Jugendbündnisses „Reclaim the city“ teil. Wir beteiligten uns mit einem Redebeitrag und vielen bunten Plakaten und einem großem Transparent.
      Nach der Abschlussveranstaltung trafen sich viele Teilnehmer im Park an der Bärendelle, um sich mit Speis und Trank zu stärken. Die BIB hatte dort hin eingeladen, um die Demo mit Diskussion und Information nachzubereiten.
      März 2014: Nach dem Ausstieg der Anneliese-Brost-Stiftung (von dem 3. möglichen Investor wurde gar nicht mehr gesprochen – hat es ihn je gegeben?) verkündete die Stadtverwaltung, nur noch exklusive mit der Cepheus Verwaltungs-GmbH verhandeln zu wollen. Die Cepheus besitzt schon die historischen Häuserzeilen zum Bärendellepark an der Burckhardtstraße, der Dahnstraße und der Kerckhoffstraße. Bis August sollte durch den Investor ein tragfähiges Konzept für das Schulhaus entwickelt werden.
      Nach einigen Wochen war abzusehen, dass die oben genannt Frist nicht einzuhalten war,und so wurde vom Planungsausschuss gegen die Stimmen der Linken und der Grünen selbige bis Dezember 2014 verlängert. Seit dem hüllt sich die Stadt uns gegenüber in eisernes Schweigen.
    • 15.05.2014: Eine Gruppe der BIB nahm mit einen Transparent an der Menschenkette in Holsterhausen teil. Mit der Menschenkette sollte auf die Ignoranz der Stadtplaner gegenüber der Bürgerbeteiligung, die ja gewünscht war, aufmerksam gemacht werden.
      Auch hier entpuppte sich die von der Stadt geforderte Bürgerbeteiligung, als Beteiliungverhinderung. Das Grundstück der ehemaligen hauswirtschaftlichen Berufsschule wurde an den Allbau veräußert und dieser setzt ihre Pläne ohne auf die Bürgerwünsche Rücksicht zu nehmen.
    • 10.05.2014: Soziokulturelles Zentrum im Park Markt der Möglichkeiten
      Trotz der angespannten Wetterlage haben viele der eingeladenen Gruppen Ihre Zelte bei uns im Bärendellepark aufgebaut, um zu zeigen, wie das Angebot eines „Soziokulturellen Zentrums Bärendelle“ aussehen könnte. Die Besucher nahmen trotz des andauernden Regens das Angebot mit Begeisterung an.
    • 09.06.2014: Das Sturmtief Ela richtet in den Abendstunden des Pfingstmontages große Schäden in Essen und im übrigen Ruhrgebiet an und verweht sprichwörtlich alle Planungen für die nächsten Monate. Nach dem Sturm klaffte ein riesiges Loch im Dach des ehemaligen Schulgebäudes und viele der Parkbäume waren geschädigt oder so gar umgerissen worden.
      Der Dachschaden am Gebäude wurde wochenlang nicht repariert und ebenso lang drang unkontrolliert Regen ins Haus.
      Juli 2014: Die BIB wünscht sich in der Bärendelle einen lebhaften Ort der Soziokultur. Um die Wünsche und Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer_innen zu erfassen, wurde ein Umfragebogen entwickelt. Die Umfrage läuft bis auf weiteres.
    • 28.07.2014: Auf dem Gelände der Thyssen/Krupp AG an der Frohnhauser Straße wurden mehre Gebäude besetzt. Die Besetzer_innen firmierten unter dem Namen „RAT DER RÄ.P.U.B.L.I.K.” (RÄume für Politik Ungewissheit Bedingungslose Liebe Ideologiekritik & Kunst) und forderten die Schüsselübergabe für diese Gebäude. Kampagne Affe übernahm die Rolle eines Vermittlers und die BIB brachte ihr Solidarität durch eine Solikundgebung am Fuße des „Krupphügels“ zum Ausdruck.
    • 23.08.2014: Mit einem großen Fest weiht der Oberbürgermeister den Niederfeldsee in Altendorf ein. Die Ministerpräsidentin von NRW Hannelore Kraft hielt eine lobreiche Gastrede. Aktivisten der BIB zeigten mittels eines Transparentes Präsens, die auch sehr deutlich von der Ministerpräsidentin wahrgenommen wurde.
    • 19.09.2014: Kampagne AFFE organisierte für diesen Tag eine Tanzdemo unter dem Motto „ Leerstände sind Gemeingut“, als Nachgang der Besetzung der Gebäuden auf dem Thyssen/Krupp Gelände an der Frohnhauser Straße.
      Wir reihten uns mit einem großen Transparent ein und trugen dort erstmalig unsere neuen T-Shirts mit dem BIB Logo. Unser Vorstandsmitglied Christian Stauer verlieh mit einem Redebeitrag unserer Solidarität mit der „Kampagne AFFE“, den Besetzern und deren Zielen Ausdruck.
    • 20.09.2014: Die Musiker von Annas Glück (eine Frohnhauser Band), die ihren Auftritt beim Markt der Möglichkeiten aufgrund des Regenwetters absagen mussten, entwickelten die Idee einer Ersatzmusikveranstaltung in Form eines Solikonzertes im Anyway an der Berliner Straße. Peter Beckeschuss von Annas Glück machte einen Termin mit der Gaststätte klar und konnte noch 3 weitere Bands dazu motivieren, auch zu Gunsten der BIB aufzutreten. Der Abend war ein schöner Erfolg! Neben den Eintrittsgeldern, die der BIB zugute kamen wurden viele Fragebögen ausgefüllt und viele unzählige gute Gespräche geführt.
    • 24.09.2014: Um den neu gewählten Stadtrat wissen zu lassen, dass wir nach wie vor aktiv für ein Soziokulturelles Zentrum Bärendelle kämpfen, beschlossen wir die erste Ratssitzung nach der Sommerpause zu besuchen. Unsere Sorge war, nicht genügend Menschen organisieren zu können, die es ermöglichen würden eine schriftliche Botschaft an die Ratsspitze zu übermitteln. Aber diese Sorge war unberechtigt – es kamen mehr als genug. So konnten wir mittels Buchstaben, die wir auf unsere Rücken geheftet hatten, dem Rat der Stadt „BÄRENDELLE LEBT!“ zur Kenntnis bringen.
    • 29.11.2014: Nikolausfest: Der frühe Bär fängt Nikolaus!
    • 01.12.2014: 1. Jahreshauptversammlung
    • 01.2015: Nachdem Ende Dezember 2014 bekannt wurde, dass die Hogesa erneut eine Demo in Essen veranstalten wollte, startete die Organisation „Essen stellt sich quer“ einen Aufruf zu einer Gegendemonstration gegen die HOgeSA. Die BIB schließt sich diesem Aufruf an.
    • 17.01.2015: Mahnwache an der Bärendelle:
      Mit dieser Mahnwache möchte die BIB auf das beharrliche Schweigen der Stadtoberen gegenüber der Bürgerinitiative aufmerksam machen. Eingeladen wurden dazu der Oberbürgermeister Paß, der Bezirksbürgermeister Persch und die BV III.
      In einem wortreichen Brief entschuldigte sich der OB dafür, dass er über laufende Verhandlungen nicht öffentlich sprechen könne. Sagte weder sein Kommen zu noch sagte er es ab.
      Das Antwortschreiben des OBs auf unsere Einladung wurde verlesen und ein neues Schreiben der BIB wurde ebenfalls verlesen und zur Unterschrift ausgelegt.
      Wir freuten uns sehr über das kommen von Professor Roland Günter, der in Begleitung seiner Gattin interessiert der Veranstaltung folgte.
    • 18.01.2015: Am Morgen dieses Tages trafen sich rund 10 Mitglieder der Bürgerinitiative Bärendelle an der Haltestelle Alfred-Krupp-Schule, um gemeinsam zur Demo gegen die faschistische HogeSa zu fahren. Schon beim sammeln sahen wir noch viele andere Mitglieder, die aber an diesem Tag für und mit andere Organisationen Flagge zeigten für ein buntes Miteinander in Essen.
    • 20.02.2015: Riesiger Erfolg für die BIB. In dem Schulgebäude an der Bärendelle sollen nach dem Willen der Stadt Essen und des Investors (Stiftung „Mein Wohnen“) nicht nur 51 Wohnungen entstehen, sondern ein Fläche von ca. 560 m² für eine mit den Mietern verträgliche soziokulturelle Nutzung bereitgestellt werden. Ohne die Arbeit und die Bemühungen der Bürgerinitiative gäbe es ein solches Angebot sicherlich nicht.
    • 11.03.2015: Es fand ein erstes Gespräch zwischen dem Investor (Stiftung „Mein Wohnen“), der BIB, der Bezirksvertretung III und der Stadtverwaltung statt. Die BIB gewann den Eindruck, dass hier sich verschiedenen Interessensgruppen auf Augenhöhe begegnen. Es wurde der Bürgerinitiative das Erdgeschoss (ehemalige Turnhalle mit den dahinter liegenden Umkleiden und Duschen) zur Errichtung eines soziokulturellen Zentrums gegen die Erbringung der Betriebskosten angeboten – dies entspricht einer Grundfläche von ca. 560 m². Dieser Bereich soll bis auf die tragenden Wände entkernt werden und es sollen ca. 800,- € pro Quadratmeter investiert werden. Die Bürgerinitiative soll zur Mitte dieses Jahres eine Konzeption zu möglichen Nutzung der Räume einreichen.
      März 2015: Seit diesem Gespräch arbeit die BIB an einer Konzeption für die Nutzung des Erdgeschosses in dem ehemaligen Schulgebäude. Die Konzeptionelle Planung wird uns seither dadurch nicht leicht gemacht, dass die Stadt Essen uns als immer noch geltende Eigentümerin keine Möglichkeit einräumt, die baulichen Gegebenheiten zu besichtigen. Ansprechpartnerin ist bis zum tatsächlichen Verkauf die Stadt Essen.
    • 21.04.2015: Im Zuge dieser erfolglosen Briefe und Gespräche bzgl. einer Besichtigung, wandte sich der ASB Ruhr an die Bürgerinitiative mit der Bitte um ein „Kennen lern Gespräch“. In diesem Gespräch am 21.04.2015 stellte sich heraus, dass dem ABS Ruhr von der Stadt die Räume unter den gleichen Konditionen wie der BIB angeboten wurden. Aber es wurde auch über eine mögliche Kooperation zwischen dem ASB Ruhr und der BIB in Bezug auf die Raumnutzung angesprochen – es sollen dies bezüglich weitere Gespräche stattfinden.
      Mai 2015: Seit Monatsbeginn bemüht sich die BIB um Kontakte zu weiteren möglichen Kooperationspartnern in Frohnhausen und den angrenzenden Stadtteilen. Es wurden die ersten Gespräche geführt. Diese Gespräche machten deutlich, dass die Räume unter den Bedingungen, zu denen sie angeboten werden, nur schwerlich zu nutzen sein werden (s. „Grundsätzliches zum Konzept“).
      Parallel haben wir uns entschlossen, einen Verein zu gründen, der das zukünftige soziokulturelle Zentrum Bärendelle betreiben soll.
    • 01.06.2015: In der öffentlichen BIB Sitzung wird das Konzept zu einer möglichen Nutzung des Erdgeschosses der ehemaligen Schule vorgestellt.
    • 18.06.2015: Im Stadtplanungsausschuss wird entschieden die ehemalige Schule an der Bärendelle an die Stiftung „Mein Wohnen“ zu veräußern.
    • 01.07.2015: Die BIB reicht bei einem Treffen mit Vertretern der Stadt und der Stiftung ihre Konzeption ein. In diesem Rahmen erfahren die BIB Mitglieder, dass sich die Stadt und die Investorin schon auf den ASB Ruhr als künftigem Betreiben des Zentrums geeinigt haben. Die BIB soll aber ausdrücklich im den Betrieb eingebunden werden.
    • 03.07.2015: Zweites Gespräch mit dem ASB-Ruhr. Unter den neuen Vorzeichen ist Ergebnis dieses Gespräches, dass eine Kooperation zwischen dem ASB und der BIB zu erreichen und gemeinsam das Programm im dem geplanten soziokulturellen Zentrum gestalten werden soll.
      Die Gründung des Vereins wird bis spätestens zum Abschluss eines konkreten Kooperationsvertrages aufgeschoben
    • 03.10.2015: Gemeinsam mit der Kita „Bärenhöhle“ richtet die BIB ihr „Härbstbären Fest“ im Bärendelle Park aus. Auch bei diesem Fest konnten neue Mitglieder für die Bürgerinitiative gewonnen werden.
    • 06.12.2015: Die BIB feiert das dritte Nikolausfest vor der ehemaligen Schule an der Bärendelle.
    • 01.01.2016: Mit der Rechtskräftigkeit des Kaufvertrages zwischen der Stadt Essen und der Stiftung „Mein Wohnen“ geht das alte Schulhaus mit samt dem Grundstück in den Besitz Stiftung über.
    • 28.03.2016: Die Ostereiersuche und geplante die Kundgebung mussten aufgrund des stürmischen Wetters verschoben werden.Die Stiftung reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigung der Osterkundgebung.
    • 02.04.2016: Trotz des Verschiebens kamen viele Kinder und Interessierte zu uns in den Park. Die Bürgerinitiative hatte unter dem Motto „Auf der Suche nach…“ Kinder zur Ostereiersuche und Erwachsene zu einer Kundgebung eingeladen. Die Kids waren vollauf mit der Suche der bunten Eiern beschäftigt. Unterdessen informierten wir die Interessierten im Rahmen der Kundgebung darüber, dass sich die Kontakte zur Stiftung (eine Email) und zum ASB Ruhr als äußert dürftig gestalteten. Die vom ASB uns zugeteilten Kontaktpersonen hatten in der Regel keinen Informationsstand.Die mit viel Zeitaufwand und Mühe extra für diese Kundgebung gemalten Banner, wurden mit viel Wohlwollen und Belustigung von den Teilnehmern aufgenommen.
    • 28.05.2016: Der ASB reagierte auf die Osterkundgebung – mit einem neuerlichen Gesprächstermin. Anwesend waren die Geschäftsführer Herr Jung und Herr Heidenblut. Das Gespräch ergab, dass natürlich weiter an einer Zusammenarbeit Interesse bestehe, die aktuellen Baupläne nicht dem ASB vorlägen, man sich um einen baldigen gemeinsamen Besichtigungstermin kümmern wolle. Nicht ist davon bisher geschehen! (Stand 01.2017)
    • 04.06.2016: Mit rund 600 Gästen war das Bärenbunte Mitmachfest im Bärendellepark. Die Hüpfburg war der reinste Kindermagnet. Weiter hatten die Kinder die Möglichkeit einen ASB-Krankenwagen mit fachkundiger Begleitung zu erkunden. Bei der Aktion „Mal Dich mal“ wurden auf einer Plane die Umrisse der Kinder gezeichnet, die diese dann mit großem Spaß ausfüllten. Die Kinderschminkerin hatte absolute Arbeitsauslastung. Die Frohnhauser Strickeria zeigte Maschen und Bestrickendes.
    • 17.09.2016: Nach langwieriger Planung startet um 17 Uhr die 1. Frohnhauser Sommerkult[o]ur. In vier verschiedenen Lokalitäten gab es Darbietungen unterschiedlichster Art (Slam Poetry im Arcangelo, Lesungen in der Galerie „Clowns und Pferde“ und bei CVJM „Café Blickwechsel“, Live Musik im Anyway, Musik und Interviews mit Geflohenen im Prinzessinnenglück). Wir habe gemeinsam mit den Inhaber_innen, den Künstler_innen, den Akteur_innen des Abend ein schönes und rundes Programm auf die Beine gestellt. Es gab viel Lob für die ganze Veranstaltung.
    • 07.11.2016: Bis Ende Oktober gab es erneut keine Kontakte mit dem ASB.Weder wurde ein Besichtigungstermin vereinbart, noch wurde etwas zu den aktuellen Bauplänen verlautbart. Angesichts der abgeschlossenen Entkernungsarbeiten im Gebäude schrieben wir einen Brief mit fünf konkreten Fragen an den ASB. Es dauerte ein Weile bis wir Antwort erhielten. Personalien und Zuständigkeiten hatten sich geändert. Keine unserer konkreten Fragen würde beantwortet und wir wurden auf den Jahresanfang 2017 vertröste.
    • 03.12.2016: Wie in den vorherigen Jahren war auch das vierte Nikolausfest der BIB ein schöner Erfolg.

    Chronik vor der Bürgerinitiative Bärendelle

    • 1910: Bau des Schulgebäudes an der Bärendelle – nach den Plänen des renommierten Städteplaners Albert Erbe. Dies war sein erstes Bauprojekt in Essen, später folgte neben anderen öffentlichen Bauten die altkatholische Friedenskirche an der Steeler Straße.
    • nach 1918: Nach dem 1. Weltkrieg diente das Gebäude u. a. als anerkanntes Wirtschaftsgymnasium.
    • nach 1945: In den Jahren nach dem 2. großen Krieg beheimatete das Haus weiter eine Volksschule und eine Handelsschule. Bis zur Schulschließung 2011 ist dort die Hauptschule an der Bärendelle beheimatet.
    • 10.03.1958: Die Ruhr-Nachrichten berichten über die Gründung eines Schulvereins an der ev. Volksschule Bärendelle. Geplant waren Hausaufgabenbetreuung, Freizeitgruppen. Ferner sollten Ärzte, Pädagogen und Soziologen geworben, um die Eltern der Schüler in Erziehungs- und Entwicklungsfragen zu beraten. Fernziel war die Errichtung eines eigenen Schullandheims.
      Was aus diesem Verein wurde ist uns leider nicht bekannt.
    • 1994: Das Schulgebäude wird unter Denkmalschutz gestellt.
    • 2006: Es wurden gravierende Baumängel am Gebäude festgestellt und erste Sanierungsmaßnahmen eingeleitet. Da es auch große Mängel beim Brandschutz gab musste während des Schulbetriebes ständig ein Feuerwehrmann im Haus anwesend sein.
    • 2008: In diesem Jahr wird deutlich, dass die Tage des regulären Schulbetriebes in dem Gebäude, aufgrund der stetig sinkenden Anmeldungszahlen, gezählt sind. Die Stadt versäumte es ein tragfähiges Konzept für eine weitere Nutzung des denkmalgeschützten Hauses zu entwickeln.
    • 2011: Mit Ende des Schuljahres 2010/2011 läuft der Schulbetrieb aus. Die Schule wird geschlossen und danach sich selbst überlassen und fällt in einen unheilvollen Dornröschenschlaf.
    • 2005-2011: Die Stadt investierte in dieser Zeit ca. 3 Mio. Euro in das historische Schulhaus. Es wurde eine neue Heizungsanlage eingebaut, zum Teil wurde eine neue Doppelverglasung eingesetzt, aber auch Klassenräume saniert (Deckenverkleidungen erneuert, neue Lampen eingebaut). Der Chemieraum bekam eine neue Einrichtung.
      Die Eingänge zur Parkseite mussten mit Überdachungen gesicherter werden, weil der Verputz von Fensterstürzen und den Dachkanten abstürzte.